07. September 2021

Aktuell, praxisnah, vorausschauend

Immer auf dem neusten Stand mit dem UpDate von Treuhand|Suisse. Die aktuelle Ausgabe ist vollgepackt mit interessanten Themen von Fringe Benefits über Erbvorbezug bis hin zur Pensionsplanung. Hier ist wirklich für jeden und jede etwas dabei!

03. September 2021

Die eigenen vier Wände

Nach wie vor ist es das Ziel, vieler Schweizerinnen und Schweizer in den eigenen vier Wänden zu leben. Doch bekanntlich ist Wohnraum ein knappes Gut. So verwirklichen sich immer mehr Familien diesen Traum nicht mehr mit Haus und Garten sondern mit der Eigentumswohnung.

Doch aufgepasst - der vermeintliche Traum kann sich auch als Alptraum entpuppen.

Ein wenig Glück braucht es natürlich auch, beim finden der richtigen Immobilie, wer dabei noch auf eine funktionierende und gut aufgestellte Immobilienverwaltung im Hintergrund achtet, hat schon viele Steine aus dem Weg geräumt. Weiter Informationen finden Sie auch im Bericht aus "Mein Zuhause" welcher am Freitag den 3. September 2021 erschienen ist. Oder kontektieren sie uns telefonsch oder per Mail für weitere Informationen.

19. August 2021

Wie wärs mit....

30. June 2021

Herzliche Gratulation

Wenn man am 2. August jeweils mit der Berufsausbildung startet, scheint der Weg unendlich lang. Für die Lernenden sind es intensive drei Jahre, für die Berufsbildner immer wieder eine Freude zu sehen wie in dieser Zeit aus einem ungeschliffenen Stein ein Diamant wird. Wenn Sie dann die Abschlussprüfung bestanden haben, strahlen Sie besonders.

Liebe Tatjana, es war uns eine Freude, wir gratulieren dir von Herzen zur bestandenen Abschlussprüfung!

01. May 2021

Neue Partnerschaft

"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht" Franz Kafka

Seit dem 1. Mai 2021 ist das Treuhand- und Revisionbüro Hans-Ruedi Eggenberger Partner bei der Treuhand Center AG. Damit ist ein erster Schritt in Richtung Nachfolgeregelung getan. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und die neuen Wege die entstehen.

26. April 2021

Das neue UpDate ist da!

Wie in allen Medien ist COVID19 auch in der aktuellen Ausgabe des UpDates das Titelthema. Dennoch lohnt sich ein Blick in die Ausgeb. Der Artikel behandelt die Aspekte Homeoffice, Kurzarbeit und Erwerbsersatz, Härtefallregelungen und auch allfällige Kündigungsfristen im Zusammenhang mit Corona. Dies ist also sowohl für Unternehmen als auch Privatpersonen relevant.

Zum Glück gibt es aber mehr als nur diesen ungeliebten Dauerbrenner. Des weiteren ist der Vaterschaftsurlaub, der Betreuungsurlaub aber auch die Willensvollstreckung Thema.

Hier kommen Sie zur digitalen Ausgabe:

20. April 2021

Talente gesucht!

Besitzen Sie analytische Fähigkeiten, ein ausgeprägtes Veranwortungs- und Dienstleistungsbewusstsein und auch gute Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Rechnungswesen?

Möchten Sie diese Talente bei Ihrer Arbeit einsetzten können und sowohl gefördert als auf gefordert werden? Sie möchten beruflich weiterkommen und Verantwortung übernehmen?

Dann lesen Sie unbedingt unser Stelleninserat!

01. April 2021

Möchten Sie eine Wohnung kaufen?

Dann gilt es einiges zu beachten!

Nicht nur die Finanzierung muss sicher gestellt werden. Um ein böses Erwachen aus dem Traum vom Eigenheim zu verhindern, sollten einige Fragen vorab geklärt und der genaue Bedarf ermittelt werden. Unser Artikel, welcher im aktuellen Immobilienteil der Südostschweiz erschienen ist, hilft ihnen hoffentlich weiter. Haben Sie weitere Fragen bezüglich dem Erwerb von Eigenheim? Kontaktieren Sie uns - wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

 

Den Artikel finden Sie hier zum nachlesen:

11. February 2021

Die Pensionierung will geplant sein - wir können helfen!

Einige freuen sich auf den Moment - andere möchten gar nicht daran denken .... die Pensionierung! Egal zu welcher Gruppe Sie gehören, in beiden Fällen ist es ratsam sich frühzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen. Nicht zuletz haben gewisse Entscheidungen steuerliche Folgen.

Unsere Mitarbeiterin Ester Dal Ponte hat dazu einen Artikel in der aktuellen Beilage der Südostschweiz "Geld und Steuern" verfasst.

Sie haben die Beilage verpasst? Kein Problem wir stellen Ihnen den Artikel gerne zur Verfügung.

Sonderbeilage "Geld und Steuern" der Südostschweiz vom 11.02.2021

20. January 2021

Haben Sie schon alles beisammen?

Die Aufforderung zur Einreichung der Steuererklärung haben Sie unterdessen bestimmt erhalten. Auch der ein oder andere Beleg wird wohl schon den Weg in Ihre Ablage gefunden haben.

Trotzdem ist das Zusammenstellen aller benötigten Informationen mühsam und aufwändig. Mit unserer praktischen Checkliste Steuererklärung 2020 möchten wir Ihnen helfen, sich in der Flut von Dokumenten schnell zurecht zu finden.

Bei Fragen stehen wir auch gerne telefonisch zur Verfügung.

25. November 2020

Quellensteuerrevision 2021 Die wichtigsten Änderungen kurz zusammengefasst

Am 1. Januar 2021 tritt das neue Bundesgesetz über die Revision der Quellenbesteuerung in Kraft. Wir haben Ihnen die wichtigsten Änderungen kurz zusammengefasst.

Abrechnung mit dem anspruchsberechtigten Kanton

Künftig muss der Arbeitgeber zwingend sämtliche quellensteuerpflichtige Arbeitnehmer mit dem Wohn- oder Wochenaufenthaltskanton des Arbeitnehmers abrechnen. Eine Abrechnung im Sitzkanton des Arbeitgebers ist nicht mehr zulässig. Für im Ausland ansässige Arbeitnehmer gilt weiterhin der Sitzkanton des Arbeitgebers. Beim vereinfachten Abrechnungsverfahren wird über die zuständige Ausgleichskasse abgerechnet.

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Abrechnung und Ablieferung der Quellensteuer

Grundsätzlich ist die Abrechnung der Quellensteuer monatlich vorzunehmen. Für Arbeitgeber, die bis maximal 5 quellensteuerpflichtige Arbeitnehmer beschäftigten, ist eine halbjährliche Abrechnung möglich. Rechnen Sie über ELM-QST oder über die Deklarationssoftware SoftTax QUEST ab, müssen Sie zwingend monatlich abrechnen.

Senkung Bezugsprovision Kanton Graubünden

Der Kanton Graubünden senkt die Bezugssteuer auf:

  • 2% bei elektronischer Einreichung
  • 1% bei schriftlicher Einreichung

Wegfall des Tarifcodes D

Der Tarifcode D mit einer Pauschalierung von 10% für Einkünfte aus Nebenerwerb wird ab dem 1. Januar 2021 ersatzlos gestrichen. Durch diese Änderung müssen Quellensteuerpflichtige mit mehreren Arbeitsverhältnissen Ihnen als Arbeitgeber künftig folgende Angaben offenlegen:

  • Arbeitspensum und Gehalt der weiteren Arbeitsverhältnisse

Denn neu müssen Sie das satzbestimmende Einkommen wie folgt ermitteln:

  • Umrechnung der periodischen Leistungen auf den effektiven Gesamtbeschäftigungsgrad aller Erwerbstätigkeiten
  • Umrechnung der periodischen Leistungen auf einen Beschäftigungsgrad von 100%, wenn der effektive Gesamtbeschäftigungsgrad durch den Arbeitnehmer nicht offengelegt wird
  • Umrechnung auf das tatsächliche Gesamtbruttoeinkommen, sofern die Einkünfte dem Arbeitgeber bekannt gegeben werden
  • Kann das Arbeitspensum einer Erwerbstätigkeit nicht bestimmt werden, wird für die Satzbestimmung ein Mittelwert des Tarifcodes C von CHF 5'675 pro Monat bestimmt.

Im Anhang finden Sie den Ablauf zur Ermittlung des satzbestimmenden Einkommens graphisch dargestellt (Quelle StV GR).

Einheitliche Verwirkungsfrist

Korrekturen für Tarifcode Fehler müssen bis spätestens am 31. März des Folgejahres der Steuerbehörde übermittelt werden.

Sollten Sie Fragen und Unklarheiten haben oder Unterstützung bei der Erstellung der Quellensteuerabrechnungen benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

25. November 2020

Familienunternehmen erfolgreich an die nächste Generation übergeben

Die Regelung der Nachfolge ist oft eine erst- und einmalige Aufgabe. Umso wichtiger ist es, so früh wie möglich mit der Planung zu beginnen. Mit einer systematischen Vorbereitung, einem klaren Strategieentscheid und durchdachten Schritten kann dieser Prozess erfolgreich gestaltet werden.

Es gibt grundsätzlich zwei Varianten der Nachfolgelösung:

a) die familieninterne Nachfolgelösung
b) die familienexterne Nachfolgelösung

Dieser Artikel beschränkt sich auf die familieninterne Nachfolge. Für eine solche Variante müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

1) Eine oder mehrere Personen aus dem Kreis der Unternehmerfamilie haben den Wunsch und die Fähigkeiten, die Firma zu übernehmen
2) Es gibt ausreichend Privatvermögen, um die anderen Erbansprüche abzugelten

Das Hauptproblem bei einer familieninternen- sowie auch bei einer familienexternen Nachfolgelösung ist die Finanzierung. Aus diesem Grund wird häufig die bestehende Gesellschaft „leichter“ gemacht indem zum Beispiel Dividendenbezüge getätigt werden oder die Immobilien und nichtbetriebliche Güter vom operativen Geschäft getrennt werden.

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Steuern – was gibt es zu beachten

Eine steuerneutrale Spaltung ist mangels Erfüllung des doppelten Betriebserfordernisses in der Regel nicht möglich. Die reine Vermietung der Geschäftsgebäude an die operative Gesellschaft stellt im steuerrechtlichen Sinn kein Betrieb dar. Nach der heutigen Praxis der kantonalen Steuerverwaltung Graubünden ist deshalb einerseits auf den mit dem Betrieb übertragenen stillen Reserven auf Aktiv- und Fremdkapitalpositionen abzurechnen (inkl. allfälligem Goodwill). Andererseits ist zusätzlich mit der Einkommenssteuer über die übertragenen offenen und stillen Reserven abzurechnen, soweit die Aktionäre keinen sogenannten Revers unterschreiben, in dem sie eine Nachbesteuerung der Einkommenssteuer im Fall der Veräusserung der Aktien der übernehmenden Gesellschaft innert 5 Jahren anerkennen.

Erbrecht – Sinnvolle Regelungen

Nachdem das zu übertragende Unternehmen wie oben beschrieben leichter gemacht wurde, ist die Bewertung desselben die nächste Herausforderung. Häufig ist die Unternehmensbewertung bei einer familieninternen Nachfolge tiefer als bei einer familienexternen Nachfolge. Um Unannehmlichkeiten bezüglich der Aufteilung und der Bewertung des Erbes zu vermeiden, ist es empfehlenswert, einen Erbvertrag abzuschliessen. In diesem Erbvertrag, welcher alle zukünftigen Erben unterzeichnen, sollen die Erbfolge und die Erbanteile aller Anspruchsberechtigten festgelegt werden. Des Weiteren soll darin der Übernahmepreis des Unternehmens, aber auch die Zuteilung von anderer Vermögenswerten wie Aktien oder Immobilien, unter den Erben festgehalten werden.

Finanzierung – welche Möglichkeiten bestehen

Die Finanzierung der Unternehmensübernahme stellt auf Seiten des Übernehmers eine grosse Herausforderung dar. Probate Mittel dabei können Erbvorbezüge oder Darlehen der Abtreter darstellen. Ebenfalls spielen Akquisitionsholdings eine wichtige Rolle, wenn es um Fremdfinanzierung und die Sicherheiten geht, die dafür nötig sind. Bei dieser Finanzierungsform gründet der Käufer ein Unternehmen mit dem alleinigen Zweck, ein anderes Unternehmen zu kaufen. Das Eigenkapital der Akquisitionsholding bringt der Käufer ein. Je nach seinen finanziellen Möglichkeiten gewährt er der Holding zudem ein Darlehen. Auf diesem Weg kann er zwar auf das Objekt Einfluss nehmen, das er übernehmen will. Allerdings verliert sein Eigenkapital aber an Wert, wenn sich das Zielobjekt ungünstig entwickelt. Damit ist sichergestellt, dass er sehr daran interessiert ist, dass das Geschäft gut läuft.

Der bisherige Inhaber gibt der Akquisitionsholding ebenfalls ein Darlehen und für den Rest des Kaufpreises nimmt die Holding einen Bankkredit auf. Der Kredit steht im ersten Rang und ist allenfalls mit persönlichen Sicherheiten des Käufers unterlegt. Mit diesen Mitteln erwirbt die Holding die Aktien des Zielunternehmens. Abgesehen von den bescheidenen liquiden Mitteln, die für die Unternehmensgründung nötig sind, sind diese Aktien die einzigen Aktiven der Holding.

Mit den Gewinnen, die das Zielunternehmen in den folgenden Jahren ausschüttet, werden die Zinsen und die Rückzahlungsraten für die Darlehen und Kredite des Unternehmenskaufs finanziert. Das Fremdkapital der Holding schrumpft also kontinuierlich, und damit auch das Risiko der Bank und des früheren Inhabers. Richtig umgesetzt ist dieses Konstrukt auch aus steuerlicher Sicht optimal, da der Verkaufserlös als steuerfreier Kapitalgewinn des Verkäufers angesehen wird.

Emotionen – und Stolpersteine  

Der alte Chef tritt zwar von seinen Aufgaben zurück, findet sich aber nicht mit seinem neuen Rentnerstatus ab und mischt sich weiter in die Belange der Firma ein. Nicht zuletzt besteht auch die Gefahr, dass die Erben aus Gewohnheit oder aus Angst, ihre Eltern zu verletzen, alte Abläufe und Strukturen im Unternehmen länger als nötig aufrechterhalten. Diese Gefahren, die den reibungslosen Ablauf der Nachfolge und die Zukunft des Unternehmens beeinträchtigen, müssen klar erkannt und unter Kenntnis der Ursachen umgangen werden.

25. November 2020

UPDATE 3|2020

Die Coronakrise hatte und hat weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die Berufswelt – auch auf den Lohnausweis für das Jahr 2020.

Das aktuelle Jahr ist für viele KMU's vor allem auch in finanzieller Hinsicht schwierig. Die dritte Ausgabe des UP|DATE informiert darüber, wie eine drohende Insolvenz abgewendet werden kann.

Detailierte Informationen können Sie der PDF-Ausgabe entnehmen. Ein gedrucktes Exemplar kann direkt bei uns bezogen werden.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und stehen Ihnen gerne zur Verfügung, falls Sie weitere Fragen zu diesen oder anderen Treuhandthemen haben.

06. November 2020

Du&Ich - Betreuende und Betreute in Graubünden

In der Ausgabe des "Du&Ich Magazins" – Betreuende und Betreute in Graubünden", hatte die Treuhand Center AG die Möglichkeit auf ihre Dienstleistungen hinzuweisen.

Dieses möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

Sollten Sie ein "Du&Ich Magazin" wünschen, stellen wir Ihnen gerne ein Exemplar zur Verfügung.

29. October 2020

Das Reglement im Stockwerkeingentum

Die Treuhand Center AG durfte für die Südostschweiz einen Immobilienartikel verfassen. Dieser wurde von unserem Immobilienabteilungsleiter, Stephan Fliri,  erstellt und befasst sich mit dem Reglement im Stockwerkeigentum.

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre und stehen Ihnen gerne zur Verfügung, falls Sie weitere Fragen zu diesen oder anderen Immobilienthemen haben.

30. September 2020

Was ist vor dem Wohnungskauf zu beachten

Sie wollen sich endlich ihren lang ersehnten Wunsch erfüllen und eine Eigentumswohnung kaufen. Wie gehen sie am besten vor und was soll in diesem Zusammenhang beachtet werden?

Stockwerkeigentum unterscheidet sich

Bevor Sie Stockwerkeigentum kaufen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welche Rechte und Pflichten Sie damit erwerben. Das Zusammenleben unterscheidet sich resp. ist grundsätzlich anders organisiert als in einer Mietliegenschaft. Als Stockwerkeigentümer sind Sie Miteigentümer eines ganzen Hauses inklusive Grundstück und deren Erschliessungsanlagen. Sie haben Sonderrecht an Ihrer eigenen Wohnung und können diese (innen) nach Ihren Wünschen gestalten. Ausserhalb Ihrer Wohnung bestimmt die Gemeinschaft und Anpassungen oder Änderungen können nur mit der Zustimmung der Mehrheit erfolgen. Es empfiehlt sich, dass Sie sich über das Stockwerkeigentum und deren Eigenheiten vorgängig informieren.

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Die ersten Schritte

Um Ihre eigenen vier Wände zu finanzieren, benötigen Sie ein bestimmtes Eigenkapital und genügend Einkommen, um die laufenden Kosten zu tragen. Um diese Tragbarkeitsberechnung zu erstellen, können sie als Beispiel mit ihrer Hausbank oder Treuhänder zusammen ihren Budgetrahmen ermitteln. Somit steht Ihr Budget fest, in welchem Preissegment Sie sich eine Wohnung leisten können.

Welche Wohnung passt zu mir

Die Lage ist einer der wichtigsten Punkte. Nachfolgend dazu ein paar Denkanstösse:

  • Infrastruktur in der Nähe wie; Einkaufen, öffentliche Verkehrsmittel, Schulen usw.
  • Besonnung
  • Lift (auf das Alter oder bei Gebrechen sehr wichtig)
  • Lärm von umliegenden Strassen, Gewerbe, Bahngeleise usw.
  • Grösse der Wohnung (Familien/Alleinstehende/Paare ohne Kinder/aufs Alter für zwei Personen)
  • Stockwerklage (Parterre oder lieber höher)
  • Parkieren (Aussenparkplatz/Tiefgarage)
  • Familienfreundliche Lage (Verkehrsfrei/Spielplätze)

 

Diese Fragen und mehr sollten Sie sich unbedingt stellen und auch entsprechend nach Ihren Bedürfnissen gewichten.

Vergleichen Sie die aktuellen Angebote auf dem Markt. Denn nicht alle Preis-/Leistungsverhältnisse bewegen sich auf dem gleichen Niveau.

Checkliste vor einem Kauf

Der Kauf einer Wohnung ist eine Investition in die Zukunft und die nachfolgenden Angaben sind von grosser Wichtigkeit:

Zeitpunkt des Erwerbs

Das eigene Alter für einen Eigentumserwerb ist zu berücksichtigen. Bei einer baldigen Pensionierung ändern sich die finanziellen Strukturen resp. Einkünfte. Diese haben wiederrum einen Einfluss auf die Tragbarkeit der monatlichen Kosten. Vielleicht ändert sich auch ihr Einkommen auf Sicht, da sie sich beispielsweise kurz vor einem Antritt einer neuen Arbeitsstelle mit höherem Einkommen befinden, wodurch sich die Tragbarkeit steigert. Auch eine Familienplanung ist miteinzubeziehen, da sich das zweite Einkommen reduzieren kann oder allfällig komplett wegfällt.

Baurecht

Wenn ein Grundeigentümer sein Baugrundstück nicht verkaufen, sondern als Kapitalanlage nutzen möchte, kann er Dritten erlauben, sein Grundstück zu überbauen. Für dies eignet sich das selbstständige und dauernde Baurecht. Damit verbunden ist eine öffentliche Beurkundung.

Steht die Liegenschaft im Baurecht, wird der Kaufpreis günstiger ausfallen und Ihnen auch einen erleichterten Start für das Eigentum ermöglichen (weniger Eigenmittel). Auf der anderen Seite steht eine Belastung für den Baurechtszins, welchen sie jeweils bezahlen müssen. Das Baurecht ist dauernd wenn es für mindestens 30 Jahre begründet wird. Die Maximale Dauer beträgt 100 Jahre.

Welches Alter sowie Zustand hat die Wohnung

Das Alter sowie der Zustand einer Liegenschaft, ist ein wesentlicher Faktor für Ihre persönliche resp. finanzielle Berechnung. Beispielsweise sind bei Neubauten noch Garantien vorhanden und aktuell drängen sich keine notwendigen Investitionen auf. Sobald die Garantielaufzeiten beendet sind, entstehen Unterhalts -und Investitionskosten, welche durch Sie mitzutragen/finanzieren sind.

Wenn sich die Wohnung in einem sanierungsbedürftigen Zustand befindet, sollten Sie die notwendigen Investitionen ermitteln/berechnen. Diese finanziellen Mehrkosten müssen Sie auf den Kaufpreis aufrechnen und allfällig mit dem Verkäufer nochmals über den Kaufpreis verhandeln.  Falls Sie sich in dieser Angelegenheit unsicher sind, beraten oder unterstützen wir Sie gerne.

Ist der Erneuerungsfonds genügend hoch

Für kommende Sanierungen der allgemeinen Bereiche wie; Fassade, Dach, Heizung usw. wird ein sogenannter Erneuerungsfonds angelegt und jährlich ein entsprechender Betrag zurückgestellt (Sparkonto). Ein Erneuerungsfonds ist nicht vorgeschrieben, sollte aber unbedingt vorhanden sein. Klären Sie ab, ob Sanierungen in den nächsten Jahren anstehen und sich im Erneuerungsfonds genügend Geld befindet, um diese Investitionen zu finanzieren. Ist dies nicht der Fall, müssen Eigentümer allfällige ausserordentliche Einlagen einfliessen lassen. Sind Investitionen zu tätigen und es besteht ein ungenügender oder gar kein Erneuerungsfonds, fordern Sie vom Verkäufer einen entsprechenden Abzug beim Kaufpreis.

Gemeinschaftliche Kosten / Nebenkosten

Für die gemeinschaftlichen Kosten wie; Hauswartung, Liftserviceabo, Heizkosten, Wasser, allg. Strom, Rückstellung Erneuerungsfonds, Versicherung usw. zahlen die Eigentümer vorschüssige Akontobeiträge. Diese werden am Ende des Betriebsjahres den effektiven Kosten gegenübergestellt und weisen eine Nach- oder Rückzahlung aus. Es ist abzuklären, wie hoch die monatlichen Beiträge an die Gemeinschaftskosten sind. Lassen Sie sich zu diesem Zweck die aktuelle sowie vergangene Jahresrechnungen zeigen.

Protokolle Eigentümerversammlung / Hausordnung

Nehmen Sie Einsicht in die Protokolle der vergangenen Eigentümerversammlungen. Dies gibt Ihnen rasch ein Bild über die Stockwerkeigentümergemeinschaft, ob diese harmoniert resp. unkompliziert funktioniert oder deren Verhalten sowie allfälligen Streitigkeiten einen Einfluss auf Ihren Kaufentscheid nehmen. Das gleiche gilt für eine bestehende Hausordnung, welche Sie kennen sollten um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Reglement/Begründungserklärung

Das Reglement in einer Stockwerkeigentümergemeinschaft kann als Wegleitung betrachtet werden und bildet eine der wichtigsten Grundlagen für das Zusammenleben in der Gemeinschaft. Der Inhalt ist für alle Miteigentümer verbindlich und es ist von grosser Wichtigkeit, dass Sie den Inhalt sowie die Details kennen. Bei der Begründungserklärung empfehlen wir Ihnen das gleiche Vorgehen.

21. August 2020

UPDATE 2|2020

Die Coronakrise und der damit verbundene Lockdown haben grosse Teile der Wirtschaft stark betroffen. Der Bundesrat hat beherzt gehandelt, um die wirtschaftlichen Nachteile zu mildern. UP|DATE wirft einen Blick auf die wichtigsten Massnahmen für Unternehmen und ihre Folgewirkungen.

Schwerpunkt in dieser Ausgabe ist die aktuelle Coronakrise. Weiter finden Sie in den Kurznews Informationen zu den ab 2021 sinkenden Radio- und Fernsehabgaben und den neuen Regelungen zur Quellenbesteuerung. Des Weiteren lernen Sie, das Online-Tool der Eidgenössischen Steuerverwaltung kennen, welches Ihnen ermöglicht, verschiedene Berechnungsmodelle interaktiv zu generieren.

Alle Informationen können Sie der PDF-Ausgabe entnehmen. Ein gedrucktes Exemplar kann direkt bei uns bezogen werden.

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre und stehen Ihnen gerne zur Verfügung, falls Sie weitere Fragen zu diesen oder anderen Treuhandthemen haben.

20. July 2020

Herzliche Gratulation zur bestandenen LAP!

Unsere beiden Lernenden, Samira Camenisch und Gina Maria Bardill, haben ihre Ausbildung zur Kauffrau EFZ erfolgreich abgeschlossen!

Wir gratulieren Samira und Gina Maria recht herzlich zu dieser Leistung und freuen uns, dass sie auch nach ihrer Lehre weiterhin ein Teil des TCAG-Team bleiben. Ab August starten sie mit der Berufsmatura im Teilzeitpensum.
 

20. May 2020

Das 3-Säulen-Prinzip – Gefahren & Möglichkeiten (Teil IV)

Im Teil I unserer Serie "3-Säulen-Prinzip – Gefahren & Möglichkeiten" haben wir Ihnen die groben Grundzüge des Konzepts erläutert. Im Teil II und III sind wir auf die Details zur ersten resp. zur zweiten Säule eingegangen. In diesem Teil möchten wir Ihnen nun die Details zur dritten Säule näherbringen.

Allgemeine Informationen
Wie bereits erwähnt, ermöglicht die private Vorsorge, Vorsorgelücken im Alter individuell zu schliessen. Oder Sie können durch die Banken oder private Versicherungen weiteres Vorsorgevermögen aufbauen. Zusätzlich können die Risiken Tod und Invalidität spezifisch abgesichert werden.

Die zusätzlich angesparten Gelder aus der privaten Vorsorge sind sehr sinnvoll, wenn Sie sich frühzeitig pensionieren lassen wollen. Sie können so z.B. mit Ihrem angesparten Guthaben aus der dritten Säule die Einkommenslücke von der Frühpensionierung bis zur ordentlichen Pensionierung überbrücken. So kann verhindert werden, dass durch einen frühzeitigen Bezug der ersten und der zweiten Säule Kürzungen bei den Leistungen entstehen. Die dritte Säule wird immer wichtiger, da die Leistungen aus der ersten und zweiten Säule oftmals nicht mehr zur Weiterführung des gewohnten Lebensstils ausreichen. Aus diesem Grund sollten Sie sich frühzeitig mit Ihrer Vorsorge befassen.

Zu unterscheiden sind die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a) sowie die freie Selbstvorsorge (Säule 3b).

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Säule 3a – gebundene Selbstvorsorge
Personen, die ein AHV-pflichtiges Einkommen aus einer selbständigen oder unselbständigen Erwerbstätigkeit erzielen, sind berechtigt, Beiträge in die Säule 3a einzuzahlen. Diese Möglichkeit steht Taggeldbezüger/innen der Arbeitslosenversicherung ebenfalls offen. In die Säule 3a können jährlich maximal CHF 6'826.- (mit Anschluss an die Pensionskasse) bzw. 20% des AHV-pflichtigen Erwerbseinkommen bis maximal CHF 34'128.- (ohne Anschluss an die Pensionskasse) eingezahlt werden (Stand 2020). Diese Beiträge können vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Das bereits angesparte Vorsorgeguthaben wird nicht über das Vermögen besteuert.

Die gebundene Selbstvorsorge kann auf eine bestimmte Vertragsdauer abgeschlossen werden. Dies ist hauptsächlich der Fall, wenn Sie sich einer privaten Versicherung anschliessen und zusätzlich noch das Risiko Invalidität und/oder Tod mitversichern. Läuft die Versicherung zu Ihren Lebzeiten aus, sind Sie die begünstigte Person. Sollten Sie während der Versicherungsdauer versterben, können Sie vorab festlegen, wer die Begünstigten sein sollen. Die private Vorsorgelösung bei der Bank dient ausschliesslich dem Sparzweck und der Steueroptimierung. Sie ist im Vergleich zur Versicherungslösung viel flexibler was die jährliche Beitragshöhe sowie den Auflösungszeitpunkt betrifft. Zusätzliche Risiken werden aber bei der Bank nicht mitversichert.

Altersleistungen dürfen grundsätzlich frühestens 5 Jahre vor bzw. spätestens 5 Jahre nach dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters gemäss AHV ausbezahlt werden.

In den folgenden Fällen können die Gelder dennoch vorzeitig bezogen werden:

  • beim Einkauf in die zweite Säule
  • der Vorsorgenehmer bezieht eine volle Invalidenrente
  • bei der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit
  • der Vorsorgenehmer verlässt die Schweiz/EU endgültig
  • beim Erwerb von Wohneigentum zum Eigenbedarf

Die Auszahlung von Säule-3a Guthaben erfolgt zum reduzierten Steuertarif analog der Kapitalleistungen der beruflichen Vorsorge (gesondert vom übrigen Einkommen zu einem Fünftel des Tarifs). Diverse Kantone - wie auch der Kanton Graubünden - sehen vor, dass Kapitalleistungen satzbestimmend besteuert werden. Das heisst, wenn Sie im gleichen Jahr z.B. eine Kapitalleistung aus der zweiten Säule sowie eine aus der dritten Säule beziehen, werden diese beiden Kapitalleistungen für die Bestimmung des Steuersatzes zusammengezählt. Dies kann zu hohen Steuerbelastungen führen, welche vermieden werden könnten. Wenn Sie also eine Versicherungslösung abschliessen, sollten Sie die Vertragsenden aufeinander abstimmen. Vor der Pensionierung ist es deshalb sinnvoll, frühzeitig zu planen, wann welche Kapitalleistungen bezogen werden.

Säule 3b – freie Selbstvorsorge
Alle in der Schweiz lebende Personen sind berechtigt, eine Lösung der Säule 3b über einen frei wählbaren Betrag abzuschliessen. Die freie Vorsorge 3b ist eine flexiblere Lösung für die zusätzliche Vorsorge, da das Produkt, die Verfügbarkeit, ein allfälliger frühzeitiger Bezug sowie die erbrechtliche Begünstigung frei gewählt werden können.

Bezüglich den steuerlichen Aspekten ist die freie Vorsorge 3b viel weniger attraktiv als die gebundene Vorsorge 3a. Die jährlichen Beiträge können steuerlich höchstens bis zum maximalen Versicherungsabzug geltend gemacht werden. Dieser ist jedoch oft bereits durch die Krankenkassenprämien voll ausgenutzt. Der Rückkaufswert wird während der Laufzeit der Vorsorgelösung als Vermögen besteuert. Je nach Art der Anlage gelten unterschiedliche Regeln und Bedingungen bezüglich der Steuerfolgen bei der Auszahlung der Versicherungsleistung. Die Auszahlung ist aber in der Regel steuerfrei, sofern die Kapitalleistung der Vorsorge dient.

06. May 2020

Neue Partnerschaft

Die Treuhand Bezzola + Partner AG ist seit diesem Jahr Partner der Treuhand Center AG. Die TRB AG ist eine Treuhand Firma mit Sitz in Zernez, welche auf über 40 Jahre Erfahrung zurückblicken kann.  Zum ersten Mal arbeiten wir nun auch mit einem dezentralen Partner zusammen. Denn die Treuhand Bezzola + Partner AG bleibt natürlich am Standort in Zernez bestehen. In erster Linie werden dadurch Synergien genutzt. Wir freuen uns sehr in der TRB AG einen neuen Partner gefunden zu haben.


21. April 2020

UpDate 1|2020

Corona scheint zwar noch eine ganze Weile unseren Alltag zu beeinflussen, aber so langsam schaffen es auch andere Informationen wieder Interesse zu wecken! Wenn auch Sie das Bedürfniss nach anderen Themen haben, legen wir Ihnen die neuste Ausgabe des UpDates nahe. Hier finden Sie, wie immer kompakt und verständliche, nützliche Themen für Beruf und Alltag. Schwerpunkte in dieser Ausgabe sind zum Beispiel: QR-Code Rechnungen, Reform der Ergänzungsleistungen oder auch Arbeitnehmerhaftung bei Schadenfall.

Alle Informationen können Sie der PDF-Ausgabe entnehmen. Ein gedrucktes Exemplar kann direkt bei uns bezogen werden.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

23. March 2020

Steht ein Umzug an?

Laut offizieller Meldung vom BAG (Stand 23.03.2020) darf zum offiziellen Umzugstermin am 31.03.2020 noch "gezügelt" werden. Pünktlich auf diesen Termin ist letzten Freitag 20.03.2020 ein Artikel in der Südostschweiz erschienen. Stephan Fliri (Immobilienbewirtschafter mit eidg. FA) gibt darin Hilfestellung zur Lebensdauer von Einrichtungen und was dem Mieter noch verrechnet werden darf und was nicht. Lesen lohnt sich!

19. March 2020

So schützen wir uns – und Sie!

Nicht für jedes Büro und nicht für jeden Arbeitsplatz ist das Arbeiten im Home Office möglich. Trotzdem müssen gewisse Dienstleistungen erbracht werden, allerdings müssen in diesem Fall gewisse Massnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und der Kunden getroffen werden. Dazu haben wir ein Merkblatt erstellt, gerne stellen wir Ihnen dieses als Hilfestellung für Ihren Arbeitsplatz bereit.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns, gerne auch telefonisch oder per Mail.

10. December 2019

Brauche ich einen Vorsorgeauftrag?

Was ist ein Vorsorgeauftrag und wann ist dieser sinnvoll? Mit einem Vorsorgeauftrag erteilen Sie, für den Fall Ihrer eigenen Urteilsunfähigkeit, einer oder mehreren natürlichen oder juristischen Personen den Auftrag, gewisse Angelegenheiten in Ihrem Namen zu erledigen, wenn Sie dazu aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind.

Der Vorsorgeauftrag umfasst drei Vertretungsbereiche. Für jeden einzelnen dieser drei Bereiche können Sie eine andere Vertretungsperson bestimmen. Es ist jedoch auch möglich, eine Person mit allen drei Bereichen zu beauftragen.

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Mit dem Vorsorgeauftrag können Sie die Personensorge, die Vermögenssorge und eine Vertretung im Rechtsverkehr im Falle Ihrer Urteilsunfähigkeit regeln. Die Personenvorsorge deckt folgende Bereiche ab: Notwendige Massnahmen in Bezug auf Ihre Gesundheit, Sicherstellung der optimalen Behandlung und Pflege, Entscheidung über Unterbringung in Spitälern oder Alters- und Pflegeheim etc. Ein Vorsorgeauftrag in diesem Bereich ersetzt jedoch nicht eine Patientenverfügung, obwohl die beauftragten Personen ähnliche Entscheidungen treffen müssen. Mit einer Patientenverfügung stellen Sie sicher, dass Ihr Wille bezüglich medizinischen Massnahmen auch dann durchgesetzt wird, wenn Sie selber dazu nicht mehr in der Lage sind. Insbesondere bei einem schweren Unfall oder einer plötzlichen Krankheit sind die Angehörigen oft mit solchen Fragen überfordert. Mit einer Patientenverfügung helfen Sie Ihren Angehörigen, Entscheidungen in Ihrem Sinne zu treffen.

Die Vermögenssorge hingegen stellt Ihre finanziellen Interessen, die Verwaltung des gesamten Vermögens und die Zahlung sämtlicher Rechnungen sicher. Der Vertretungsperson übertragen Sie die Verantwortung für Ihr gesamtes Vermögen. Die von Ihnen bestimmte Person muss Ihr Vermögen in Ihrem Interesse verwenden und verwalten.

Der Beauftragte für die Vertretung im Rechtsverkehr wird der rechtlichen Vertretung gegenüber Banken, Behörden, Geschäftspartner, Versicherungen etc. ermächtigt. Diese Vertretung kann einer natürlichen oder einer juristischen Person übertragen werden.

Es ist nicht einfach, eine passende Vertretungsperson zu finden. Wir empfehlen Ihnen, jemanden zu wählen, zu dem Sie absolutes Vertrauen haben. Informieren Sie die beauftragte Person über die Aufgaben, die auf sie zukommen werden und klären Sie allfällige offene Fragen. Es kann allenfalls auch Sinn machen, eine Vertretungsperson zu benennen, welche zum Einsatz kommt, wenn Ihre erste Wahl den Vorsorgeauftrag nicht mehr annehmen kann oder will.

Für die Verfassung des Vorsorgeauftrages gibt es zwei verschiedene Formvorschriften. Gemäss Art. 361 ZGB können Sie den Vorsorgeauftrag eigenhändig erstellen oder durch einen Notar öffentlich beurkunden lassen. Den eigenhändigen Vorsorgeauftrag müssen Sie von Anfang bis Ende von Hand niederschreiben, datieren und unterzeichnen. Sie können den Vorsorgeauftrag jederzeit widerrufen. Haben Sie Ihren Vorsorgeauftrag von Hand niedergeschrieben, können Sie diesen ebenfalls von Hand widerrufen. Wurde der Vorsorgeauftrag öffentliche beurkundet, muss ein Widerruf auch wieder öffentlich beurkundet werden.

Haben Sie Ihren Vorsorgeauftrag erstellt, können Sie diesen beim Zivilstandesamt in die zentrale Datenbank - unter Nennung des Hinterlegungsortes - eintragen lassen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, einen Ort für die Aufbewahrung des Vorsorgeauftrages zu wählen, auf den zugegriffen werden kann. Der Vorsorgeauftrag muss im Falle Ihrer Urteilsunfähigkeit leicht aufgefunden werden. Allenfalls besteht auch die Möglichkeit, den Vorsorgeauftrag bei Ihrem Treuhänder zu hinterlegen. Weiter besteht die Möglichkeit, auf der Plattform evita.ch ein persönliches Evita Gesundheitsdossier anzulegen, wo Sie ebenfalls Ihren Vorsorgeauftrag aufbewahren können.

Halten Sie im Vorsorgeauftrag fest, wie die Entschädigung des Beauftragten ausgestaltet werden soll. Wird dies nichts geregelt, wird die Höhe der Entschädigung von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) bestimmt.

Der Vorsorgeauftrag kommt zum Zug, wenn Sie urteilsunfähig werden sollten. Dies kann zum Beispiel nach einem schweren Unfall oder bei langjähriger Krankheit eintreten. Die KESB prüft in diesem Fall, ob ein Vorsorgeauftrag vorhanden und ob dieser gültig erstellt worden ist. Weiter prüft die Behörde, ob die beauftragte Person für ihre Aufgabe geeignet ist und ob weitere Massnahmen des Erwachsenenschutzes erforderlich sind. Bei Erfüllung aller Voraussetzungen wird der Vorsorgeauftrag durch die Behörde für wirksam erklärt. Sobald diese Abklärungen abgeschlossen sind, kann die von Ihnen eingesetzte Vertretungsperson entscheiden, ob Sie den Vorsorgeauftrag annimmt. Ist dies der Fall, erhält sie von der KESB eine Vertretungsurkunde, wonach sie belegen kann, welche Berechtigung sie in dieser Sache hat. Danach sind die Aufgaben der KESB abgeschlossen, sie schreitet nur wieder ein, wenn die Interessen des Bevormundeten gefährdet oder nicht mehr gewahrt sind.

Sind Sie verheiratet oder leben Sie in einer eingetragenen Partnerschaft, erhält ihr Ehepartner oder der eingetragene Partner auch ohne Vorsorgeauftrag ein Vertretungsrecht (vgl. ZGB, Art. 374 ff) für alltägliche Handlungen. Dieses Vertretungsrechts umfasst alle üblichen Rechtshandlungen, z.B. Vertragsabschlüsse, die ordentliche Einkommens- und Vermögensverwaltung und die Befugnis, die Post zu öffnen und zu erledigen.

Der Vorsorgeauftrag endet, wenn Sie die Urteilsfähigkeit wiedererlangen oder sterben. Ebenfalls kann die Vertretungsperson mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist zu Handen der KESB ihren Auftrag auflösen.

Für Fragen zum Vorsorgeauftrag oder für die Unterstützung bei der Ausarbeitung eines solchen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

10. December 2019

Das 3-Säulen-Prinzip – Gefahren & Möglichkeiten (Teil II)

Im Teil I unserer Serie "3-Säulen-Prinzip – Gefahren & Möglichkeiten" haben wir Ihnen die groben Grundzüge des Konzepts erläutert. In diesem Teil möchten wir Ihnen nun die Details zur ersten Säule näherbringen.

Die erste Säule – die staatliche Vorsorge

Wie bereits erwähnt ist die erste Säule für die Sicherung des Existenzbedarfs zuständig. Neben der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung werden auch der Erwerbsersatz während des Militärdienstes, des Zivildienstes, des Schutzdienstes (EO), bei Mutterschaft (MSE) sowie die Arbeitslosenversicherung (ALV) durch die erste Säule finanziert.

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Beitragspflicht und -dauer

Beitragspflichtig für die erste Säule sind grundsätzlich alle erwerbstätigen und nichterwerbstätigen Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Die AHV-Beitragspflicht greift ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahrs und endet, wenn das ordentliche Rentenalter erreicht ist oder bei Aufgabe der Erwerbstätigkeit, falls jemand über das ordentliche Rentenalter hinaus tätig ist. Sofern Sie nicht erwerbstätig sind und den Wohnsitz in der Schweiz haben, beginnt die Beitragspflicht ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahrs.

Um die Beitragspflicht zu erfüllen, muss jährlich der Mindestbeitrag von CHF 496.00 (Stand 2020) einbezahlt werden. Sofern Sie verheiratet sind, kann die Beitragspflicht auch durch Ihren Ehegatten erfüllt werden. Dies ist der Fall, wenn Ihr Ehegatte mit seiner Erwerbstätigkeit den doppelten Mindestbeitrag von CHF 964.00 (Stand 2019) einbezahlt.

Die vollständige Beitragsdauer beträgt für Männer 44 Jahre und für Frauen 43 Jahre. Jedes fehlende Beitragsjahr führt zu einer Kürzung um 1/44 der Altersrente. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, solche Vorsorgelücken zu schliessen. Sie haben die Möglichkeit, die fehlenden Beitragsjahre innerhalb von fünf Jahren rückwirkend nachzuzahlen. Zudem werden Einzahlungen während der sogenannten Jugendjahre von 18 bis 20 verwendet, um allfällige Beitragslücken zu schliessen.

Insbesondere Studenten und Weltenbummler sollten jährlich kontrollieren, ob Beitragslücken vorhanden sind. Um dies zu überprüfen, können Sie bei der kantonalen Ausgleichskasse einen Kontoauszug vom sogenannten "individuellen Konto" bestellen. Eine Berichtigung muss innert 30 Tagen seit Zustellung des Auszugs bei der Ausgleichskasse verlangt werden. Ansonsten gilt der Kontoauszug als genehmigt.

Erziehungsgutschriften

Wer seine Kinder unter 16 Jahren betreut, profitiert zusätzlich von Erziehungsgutschriften. Diese werden dem für die AHV-Rente relevanten Jahreseinkommen angerechnet und führen demzufolge zu einer entsprechend höheren Rente. Die Erziehungsgutschriften ersetzen aber den jährlichen Mindestbeitrag nicht, es können auch hier Beitragslücken entstehen.

Einkommenssplitting

Bei einer Scheidung erfolgt ein Einkommenssplitting. Dabei werden die während der Ehejahre erzielten Einkommen von beiden Ehepartnern je zur Hälfte dem anderen AHV-Konto gutgeschrieben. Die Jahre vor der Eheschliessung werden dabei nicht miteinberechnet. Die Einkommensteilung können Sie individuell nach der Scheidung verlangen. Ansonsten nimmt die Ausgleichskasse das Splitting spätestens im Zeitpunkt der Rentenberechnung automatisch vor.

Pensionierung

Eine Pensionierung sollte frühzeitig geplant werden, da die Rente im Voraus (mindestens drei bis vier Monate) schriftlich beantragt werden muss. Bei der kantonalen Ausgleichskasse können Sie kostenlos einen Antrag für eine Rentenvorausberechnung stellen, um sich frühzeitig über Ihre Rente zu informieren.

Der ordentliche Zeitpunkt für die Pensionierung erfolgt für Männer im Alter von 65 Jahren, für Frauen im Alter von 64 Jahren. Es besteht jedoch die Möglichkeit, den Bezug der AHV-Rente um ein oder zwei ganze Jahre vorzuziehen oder um ein bis fünf Jahre aufzuschieben.

Pro Vorbezugsjahr werden die Renten um 6.8% gekürzt. Zu beachten ist, dass Sie bei einem Vorbezug der Altersrente weiterhin der AHV-Beitragspflicht unterstehen. Aus diesem Grund müssen Sie Beiträge als Nichterwerbstätige bezahlen. Um einen Vorbezug zu beantragen, sind die dafür notwendigen Fristen für das Gesuch unbedingt einzuhalten, ansonsten ist der Vorbezug nicht möglich.

Durch einen Aufschub der Pensionierung erhöhen sich die Altersleistungen um einen monatlichen Zuschlag, sofern die Maximalrente noch nicht erreicht ist. Für die Anmeldung des Aufschubs ist eine Aufschubserklärung notwendig. Der Aufschub muss spätestens innert einem Jahr seit Erreichen des ordentlichen Rentenalters geltend gemacht werden. Sobald Ihnen die Altersrente mit rechtskräftiger Verfügung zugesprochen wurde oder Sie die Rentenzahlung ohne Widerspruch entgegengenommen haben, ist ein Aufschub nicht mehr möglich. Sollten Sie nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters weiterarbeiten, wird Ihnen ein Freibetrag von CHF 16'800.00 pro Jahr resp. CHF 1'400.00 pro Monat (Stand 2019) gewährt. Lediglich das Erwerbseinkommen, welches diesen Freibetrag übersteigt, ist AHV-pflichtig. ALV-Beiträge sind ab dem Erreichen des Rentenalters keine mehr geschuldet.

Je nach erzieltem Durchschnittseinkommen beträgt die ordentliche Vollrente (d.h. ohne Beitragslücken) monatlich mindestens CHF 1'185.00 und maximal CHF 2'370.00 (Stand 2019). Die AHV-Rente bei Ehepaaren ist bei einer Vollrente für beide zusammen plafoniert auf CHF 3'555.00 (Stand 2019).

Selbständigerwerbende

Die Höhe der Beiträge für Selbständigerwerbende berechnet sich aufgrund des jährlichen Geschäftsgewinns. Diesbezüglich gibt es eine spezielle Berechnung. ALV-Beiträge sind nicht geschuldet.

Da auf den Liquidationsgewinn AHV-Beiträge entrichtet werden müssen, sollten sich Selbständigerwerbende mindestens 10 Jahre vor der Pensionierung mit der Rentenplanung befassen. So kann ein Vergleich zwischen einer Einzelfirma und einer AG vorgenommen werden und allenfalls eine AG gegründet werden. Dadurch können je nach Situation Steuern und Sozialversicherungen eingespart werden.

Bei Unklarheiten bezüglich Beitragslücken oder wenn Sie Ihre Pension planen, empfehlt es sich, frühzeitig mit Ihrem Treuhänder Kontakt aufzunehmen.

10. December 2019

Der Vorsorgeausweis – Ihre persönliche Info zur Vorsorge

Anfang jeden Jahres erhalten wir ihn - den Vorsorgeausweis. Die einen prüfen diesen direkt und legen ihn zu Ihren Vorsorgeakten. Viele wissen zwar, dass dieser wichtig ist, aber nicht genau, was sie damit tun sollen oder welche Informationen sie daraus ziehen können. Hier kommen wir ins Spiel. Auf unserer Homepage finden Sie die wichtigsten Informationen zum Vorsorgeausweis einfach und kompakt erklärt, sodass Sie für 2020 vorbereitet sind.

Wünschen Sie eine Vorsorgeplanung? Gerne unterstützen wir Sie dabei – rufen Sie uns dafür einfach an.

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1. Angaben zur versicherten Person

Geburtsdatum, Geschlecht und Zivilstand sowie Beschäftigungsgrad werden für die Berechnung benötigt.

2. Jährliche Lohnsumme

2.1 Massgebender Lohn
Der Arbeitgeber meldet der Vorsorgeeinrichtung jährlich die jeweilige AHV-Lohnsumme. Als Arbeitnehmer kann diese Position gut geprüft werden: Welchen Jahresbruttolohn habe ich aktuell und stimmt dieser mit demjenigen auf dem Vorsorgeausweis überein?

2.2 Koordinationsabzug
Von der gesamten Lohnsumme eines Jahres ist ein Teil bereits durch die AHV versichert. Diesen Lohnanteil muss die Pensionskasse also nicht nochmals versichern. Somit reduziert sich der massgebende Lohn um diesen Lohnanteil der bereits versichert ist (Koordinationsabzug) und ergibt den versicherten Jahreslohn bei der Pensionskasse. Mit dem Koordinationsabzug wird also der versicherte Jahreslohn zwischen AHV und der Pensionskasse koordiniert.

2.3 Versicherter Lohn
Dieser Lohnanteil ist bei der Vorsorgeeinrichtung versichert.

 3. Leistungen bei Invalidität

Wird die versicherte Person invalid, also dauernd erwerbsunfähig, wird eine Invalidenrente und für Kinder eine Invaliden-Kinderrente ausbezahlt. Die Rente wird nach einer Wartefrist gemäss Reglement der Vorsorgeeinrichtung erbracht.

4. Leistungen im Todesfall

Bei Tod des Versicherten vor Pensionierung haben Ehegatten sowie Kinder Anspruch auf eine Ehegattenrente bzw. Waisenrente. Der hochgerechnete mögliche Rentenbetrag ist unter dieser Position ersichtlich.

5. Im Alter - Altersguthaben

Das Altersguthaben setzt sich aus mehreren Beträgen zusammen. Einerseits aus den angesparten Beiträgen (Altersgutschriften) und anderseits aus zusätzlichen Einzahlungen (Einmaleinlagen), Zinsgutschriften sowie eingebrachten Beträgen aufgrund vorheriger Arbeitgeber (eingebrachte Austrittsleistungen/Freizügigkeitsleistungen).

Dieses Guthaben wird für das Jahr der voraussichtlichen Pensionierung hochgerechnet, mit oder ohne Zins (projiziertes Altersguthaben). Dieser Betrag entspricht ungefähr der Rente, welche bei der ordentlichen Pensionierung ausbezahlt wird.

5.1 Wohneigentumsförderung (WEF)
Wenn Sie einen Teil Ihres Vorsorgeguthaben in Wohneigentum investiert haben, ist dieser Betrag als Vorbezug oder Verpfändung angegeben.

Haben Sie die Absicht, Wohneigentum zu kaufen, kann der aufgeführte Betrag zur Finanzierung vorbezogen werden.

6. Einkauf – Maximale Einkaufssumme

Um die Altersrente zu verbessern, können freiwillige Einzahlungen in die 2. Säule getätigt werden. Zudem kann zusätzlich für die vorzeitige Pensionierung einbezahlt werden. In welcher Höhe die Einkäufe in die Vorsorgeeinrichtung von der Steuerverwaltung akzeptiert werden, hängt vom eidgenössischen und kantonalen Steuerrecht ab.

7. Zins- und Umwandlungssätze

7.1 Zinssatz Obligatorium
Zinssatz, mit dem die BVG-Altersguthaben mindestens verzinst werden müssen. Der Mindestzinssatz wird vom Bundesrat festgelegt.

7.2. Zinssatz Überobligatorium
Die Verzinsung der Altersguthaben der überobligatorischen beruflichen Vorsorge wird vom obersten Organ der Vorsorgeeinrichtung beschlossen.

7.3. Zins für projiziertes Altersguthaben
Dieser Zinssatz wird für die Hochrechnung des Altersguthaben zum Pensionsalter verwendet.

7.4. Umwandlungssatz Obligatorium
Mit diesem Prozentsatz wird aus dem Altersguthaben die jährliche Altersrente berechnet. Der Mindestumwandlungssatz schreibt vor, wie das Altersguthaben zum Zeitpunkt des ordentlichen Rentenalters (aktuell 65 für Männer und 64 für Frauen) in der obligatorischen beruflichen Vorsorge (Obligatorium) in eine Rente umzurechnen ist. Aktuell beträgt er 6,8%.

7.5. Umwandlungssatz Überobligatorium
Den Umwandlungssatz für überobligatorische Guthaben können die Pensionskassen selber festlegen. Oft ist er deutlich niedriger als der Satz für das Obligatorium.

8. Finanzierung

Die Beiträge an die Pensionskasse werden durch den Arbeitnehmer (Lohnabzug) sowie den Arbeitgeber finanziert. Der Beitrag setzt sich aus Altersgutschriften (Sparen), Risikoprämien (Beitrag für Tod/Invalidität) und Teuerungsprämien (Anpassung Teuerung) sowie einem Beitrag an den Sicherheitsfonds zusammen. Letzter würde bei Zahlungsunfähigkeit der Pensionskasse die Leistungen erbringen.

Weitere mögliche Positionen in Vorsorgeausweisen

Voraussichtliche Altersleistungen bei vorzeitiger Pensionierung

Aufgrund des aktuellen Altersguthaben werden die Werte zum Jahr der Pensionierung, bzw. kurz davor, hochgerechnet. So kann festgestellt werden, mit welcher jährlichen Rente bei vorzeitiger Pensionierung in etwa gerechnet werden kann.

Austrittsleistung

Falls Sie die Arbeitsstelle wechseln oder verlassen, wird der angegebene Betrag an den neuen Arbeitgeber oder an ein Freizügigkeitskonto (falls noch kein neuer Arbeitgeber besteht) überwiesen.

Bei Scheidung

Im Scheidungsfall erfolgt ein Ausgleich durch hälftige Teilung des während der Ehe erworbenen Vorsorgeguthabens. Der Auszugleichende kann jedoch im Umfang des bezahlten Betrages wieder freiwillige Einkäufe tätigen.

Wie detailliert ein Vorsorgeausweis dargestellt ist bzw. welche Positionen ersichtlich sind, unterscheidet sich von Vorsorgeeinrichtung zu Vorsorgeeinrichtung.

 

Gut zu Wissen

Obligatorium
Das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge gibt vor, welche Arbeitnehmer einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sein müssen und welche Leistungen die Vorsorgeeinrichtungen mindestens erbringen müssen. Obligatorisch versichert sind die Löhne zwischen 21’330 und 85’320 Franken (Stand 2020). Diese Beträge können sich jährlich ändern.

Überobligatorium
Es gibt Einrichtungen, die über das BVG-Obligatorium hinaus Leistungen ausrichten. In diesem Fall spricht man von der überobligatorischen Vorsorge oder der Säule 2b.

Projiziert
Hypothetisch oder hochgerechnet

Vorsorgeausweis Muster

04. December 2019

Mehr Zeit - dank dem LifeCycle by TCAG

Nicht nur in unserem Arbeitsalltag werden wir immer wieder mit Bürokratie konfrontiert, auch unser privates Umfeld wird phasenweise davon bestimmt. Das Treuhand Center kann hier unterstützen und Arbeit abnehmen. In unserem Artikel, welcher am Freitag den 29. November 2019 in der Südostschweiz erschienen ist, erklären wir näher was der LifeCycle ist und wie wir Ihnen helfen können. Den Artikel finden Sie hier zum nachlesen. Sollten Sie Fragen zum LifeCycle by TCAG oder einem unserer anderen Produkte haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mehr Zeit für die schönen Dinge

29. October 2019

Auf dem laufenden bleiben

Im Immobilienteil der Südostschweiz vom vergangenen Freitag den 25.10.2019 hatte die Treuhand Center AG die Gelegenheit, den Leitartikel zu übernehmen. Wir berichten darin über verschiedene Entwicklungen im Immobilienbereich, welche Immobilienbesitzer im Auge behalten sollten. Haben Sie den Artikel verpasst? Gerne stellen wir Ihnen diesen hier zum Nachlesen zur Verfügung.

Sollten Sie weitere Fragen haben, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.

Eigene Immobilie - Fluch oder Segen

26. September 2019

Lebensdauer von Einrichtungen

Beim Auszug eines Mieters kommt es immer wieder zu Unklarheiten, wer für die Abnützung der Einrichtungen aufzukommen hat.

Hat ein Mieter vor seinem Auszug über einige Jahre eine Mietwohnung bewohnt, fallen häufig Erneuerungsarbeiten an der Wohnung an. Grundsätzlich sind diese mit dem Mietzins abgegolten resp. der Mieter muss nicht für diese Erneuerungsarbeiten aufkommen. Dies gilt aber nicht, wenn die Abnützung übermässig ist. Mieter müssen dann für den sogenannten Zeit- oder Restwert eines Gegenstands aufkommen. Der Restwert berechnet sich aus der Lebensdauer des Gegenstandes abzüglich des tatsächlichen Alters.

Bei laufenden Mietverhältnissen hat der Mieter keinen Anspruch auf den Ersatz von Einrichtungen, wenn die Lebensdauer bereits abgelaufen ist. Der Anspruch besteht nur, falls die Einrichtung mangelhaft ist oder die Benutzung nicht mehr zugemutet werden kann. Der Vermieter kann nicht verpflichtet werden, sogenannte Schönheitsreparaturen vorzunehmen.

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Nachfolgend einige Einrichtungen und deren Lebensdauer:

Anstrich (Dispersion) von Wand- und Deckenverkleidungen

8 Jahre

Laminatböden (mittlere Qualität, Klasse 22/32)

15 Jahre

Parkett, Massivholzparkett (Klötzli, Hartholzriemen)

40 Jahre

Parkett Versiegelung (Oberflächenbehandlung)

10 Jahre

Lavabo/WC aus Keramik 

35 Jahre

Glaskeramikkochfeld 

15 Jahre

Geschirrspüler/Backofen

15 Jahre

Kühlschrank

10 Jahre

 

Beispiel:
Beim Auszug des Mieters wird festgestellt, dass das Lavabo einen durchgehenden Riss quer durch das Lavabo sowie eine grosse Keramik-Absplitterung aufweist. Das Lavabo hat aktuell ein Alter von 20 Jahren. Bei einer Lebensdauer des Lavabos von 35 Jahren, beträgt der Restwert noch 15 Jahre. In diesem Fall hat sich der ausziehende Mieter noch mit 15/35 am Ersatz zu beteiligen.

Ausnahme kleiner Unterhalt

Ausgenommen von dieser Regelung ist der sogenannte kleine Unterhalt des Mieters. Kleinere Mängel, welche der Mieter zu übernehmen hat, sind z.B. der Ersatz von Backblech, Zahngläser, Dampfabzugsfilter, Seifenschalen, Duschschläuche, Kühlschrankeinrichtungen, usw. Die Lebensdauer kommt beim kleinen Unterhalt nicht zum Tragen resp. findet hier keine Anwendung.

Rauchen in der Mietwohnung

Sollte ein Mieter in der Wohnung stark geraucht haben und beim Auszug sind nebst dem Neuanstrich, zusätzliche Arbeiten für die Entfernung/Behandlung der Nikotinrückstände nötig, sind diese Zusatzarbeiten durch den ausziehenden Mieter zu übernehmen. Auch dann, wenn der normale Anstrich bereits das Lebensdauerende erreich hat.

26. September 2019

Das 3-Säulen-Prinzip – Gefahren & Möglichkeiten (Teil I)

Dank dem 3-Säulen-Prinzip des Schweizer Vorsorgesystems kann, mit frühzeitiger Planung, auch im Alter oder bei Invalidität gewährleistet werden, dass Schweizerinnen und Schweizer ihren gewohnten Lebensstandard beibehalten können. Jede einzelne Säule hat ihren spezifischen Zweck. Im Teil I der Serie "3-Säulen-Prinzip" erhalten Sie einen Überblick über das Schweizer System. In den weiteren Newsletter werden wir Ihnen die Gefahren und Möglichkeiten zu den einzelnen Säulen erläutern.

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Die erste Säule – die staatliche Vorsorge

Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist die obligatorische Rentenversicherung der Schweiz. Sie bildet zusammen mit der Invalidenversicherung und den Ergänzungsleistungen die erste – staatliche – Säule des schweizerischen Dreisäulensystems und dient der angemessenen Sicherung des Existenzbedarfs.

Die Finanzierung der ersten Säule erfolgt nach dem Solidaritätsprinzip. Dies bedeutet, dass Erwerbstätige inklusive Arbeitgeber und Nichterwerbstätige (bis zum Rentenalter) monatlich Beiträge einzahlen, mit denen die heutigen AHV/IV-Renten finanziert werden. Altersrenten erhalten Frauen ab dem vollendeten 64. Altersjahr, Männer ab dem vollendeten 65. Altersjahr.

Weitere Details zu den Gefahren und Möglichkeiten der ersten Säule folgen im nächsten Newsletter.

 

Die zweite Säule – die berufliche Vorsorge

Die berufliche Vorsorge stellt die zweite Säule im Schweizer Vorsorgesystem dar. Diese beinhaltet die Pensionskasse sowie die Unfallversicherung. Diese Leistungen ergänzen die Renten aus der ersten Säule, um gemeinsam die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise (circa 60 bis 75% des letzten Lohnes bis maximal CHF 85'320.00; Stand 2019) zu ermöglichen. Auf verschiedene Arten kann man seine berufliche Vorsorge verbessern, da man sich freiwillig über das gesetzliche Minimum versichern lassen kann.

Im Gegensatz zur ersten Säule spart bei der beruflichen Vorsorge jeder selbständig für seine eigene Rente. Die voraussichtliche Altersrente der beruflichen Vorsorge kann dem Vorsorgeausweis, den die Pensionskasse jeweils zu Jahresbeginn versendet, entnommen werden.

Weitere Details zu den Gefahren und Möglichkeiten der zweiten Säule folgen im Teil III.

 

Die dritte Säule – die private Vorsorge

Die private Vorsorge ermöglicht, Vorsorgelücken im Alter individuell zu schliessen und mit den privaten Bank- und Versicherungslösungen Vermögen aufzubauen. Zusätzlich können die Risiken Tod und Invalidität spezifisch abgesichert werden.

Zu unterscheiden sind die gebundene private Vorsorge (Säule 3a) sowie die freie private Vorsorge (Säule 3b). Die Säule 3a und 3b unterscheiden sich in folgenden Punkten: Zielgruppe, Vorsorgeprodukte, Laufzeit, gesetzliche Verfügbarkeit, erbrechtliche Begünstigung, Verpfändung, steuerliche Abzüge, Besteuerung beim Ansparen und Besteuerung bei der Auszahlung.

Weitere Details zu den Gefahren und Möglichkeiten der dritten Säule folgen im Teil IV.

02. September 2019

UpDate 2|2019

Die neue Ausgabe des UpDate informiert Sie über die STAF (Steuerreform und AHV-Finanzierung) welche am 1. Januar 2020 in Kraft tritt.

Zusätzlich finden Selbständigerwerbende nützliche Informationen, wie sie vermeiden in eine "Scheinselbständigen"-Situation zu geraten und welche Gefahren in Bezug auf Versicherungen diese mit sich bringt.

Immer wichtiger und sehr aktuell sind auch Fragen zu flexiblen Arbeitszeitmodellen. UpDate gibt einen kurzen Überblick über die gängigsten Modelle und lässt auch die rechtliche Komponente nicht ausser Acht.

Wir wünschen eine spannende Lektüre.

 

© Treuhand Center Chur / Rechtliche Hinweise